Die Zucht

Hagen v.d. Nordkette
Hagen v.d. Nordkette

Dixi v. Glantalboden, Tochter von Dani von der Nordkette, hat am 03.07.2011 fünf Welpen geboren. Eine besondere Wurfzeit von 10.00 vormittag bis 14.00 nachmittag - der Geburtsablauf ging problemlos von statten, das weitere Warten brachte keine weiteren Welpen dazu.

Dixi hatte eine besondere Körperfülle sodass mit mehr so kleinen Geschöpfen zu rechnen war. Nun sind die fünf Welpen, drei Rüden zwei Hündinnen, in absoluter Frische und Gesundheit auf der Welt und ernähren sich genüsslich und ausreichend. Nuggeln und schlafen sind die Hauptbeschäftigungen "das tut gut" was mit Zunahme an Körpergrösse und Gewicht bemerkbar wird. Nach der ersten Woche kommt schon ein bisschen Bewegung in die kleinen Geschöpfe, leises Quietschen ist zu hören.

An den heißen Julitagen liegen die Kleinen einzeln auf dem Bauch, auf dem Rücken und seitlich und strecken alles von sich - ein Zeichen für besonderes Wohlgefühl.

Die Behaarung scheint glatt bis wellig rauh, die Elterntiere sind Dixi, glatthaarig, der Rüde Torro ist rauhhaarig, bei den Paarungen sind je nach vorwiegend zu erwartenden jagdlichen Einsatz die Überlegung und Auswahl der Elterntiere:

  • vorwiegend Baujagd - kleine Elterntiere muskulös, flink, glatthaarig
  • Stöberjagd und Nachsuche - Elterntiere mittelgroß, muskulös nicht zu rauhhaarig
  • viel Wasserarbeit - Elterntiere mittelgroß, muskulös, glatthaarig (trocknet schneller)

Im Allgemeinen sind glatte bzw. nicht zu rauhaarige Deutsche Jagdterrier bevorzugt, da bei der Baujagd und Stöberjagd kaum belastendes Material hängen bleibt. Bei allen anderen jagdlichen Arbeiten sind auch glatte und nicht zu rauhe Deutsche Jagdterrier von Vorteil. Schnee, Schmutz und Wasser wird leichter abgeschüttelt.

Benda v. Mittergraben
Benda v. Mittergraben

Die vom Züchter programmierte Vision, vom hundertprozentigen Jagdgebrauchshund, erfüllt sich nicht immer da die Elterntiere die Großeltern und Ahnen für die vererbten Eigenschaften verantwortlich sind. Wer die stärkeren Eigenschaften vererbt ist nicht vorhersehbar.

Die jagdlichen Eigenschaften, Nase, Spurlaut, Schußfestigkeit, Wasserpassion, Raubwildhärte und Ausdauer haben bei der Zucht eine besondere Wertigkeit und spielen eine wichtige Rolle im Zuchtprogramm worauf ganz besonders geachtet wird.

Mit wissenschaftlicher Blutkontrolle wird das seltene Auftreten von PLL "Blindheit" kontrolliert. Belastete Hunde scheiden aus der Zuchtaktivität aus.

Wenn die Welpen in der Entwicklung sind, ist daran zu denken und danach zu handeln dass bis zur zwölften Lebenswoche die wichtigsten Grundlagen für das spätere Verhalten gelegt werden. Die Welpenaufzucht beim Züchter zählt zu den ganz wichtigen Einflußnahmen für das künftige Verhalten, so ist in der Entwicklung der Hund mit 100 Tagen an Lernbereitschaft und Lernfähigkeit einem sieben jährigen Menschenkind, dass täglich zur Schule geht und täglich etwas dazulernt, was es im Kopf behält, gleichzusetzen.

Ein 250 Tage alter Hund ist dem Alter und der Aufnahmebereitschaft nach einem 14 jährigen Menschenkind gleichzusetzen.

Alles in dieser Zeit erlernte, durch üben, beobachten und spiel sind bleibende Werte und sind im besonderen positiv zu fördern. Die Beobachtung der Welpenentwicklung birgt einen grossen Reiz, täglich ein bisschen mehr an Erlernten  festzustellen, ist erstaunlich.

 

Bei der Vergabe der Welpen, acht bis zehn Wochen, sind diese schon besessen von Balgereien, Schliefen, Wasserwaten, Suchen und anderes mehr.

Die neuen Welpenbesitzer haben nun eine große reizvolle Aufgabe vor sich, laufend spielerisch zu arbeiten so dass es dem neuen Hundeführer und Welpen  Spass macht. Die anspruchsvolle Übungsaufgabe ist der Entwicklung des jungen Hundes anzupassen und ihn nicht zu überfordern. Alle Lernspiele und Übungen sind stets mit einem positiven Ende abzuschließen.

Das Ende der Übung bleibt dem jungen Hund in Errinnerung.

 

Ho-Rüd-Ho

Josef Siedler