Internationale Prüfung "Arbeit nach dem Schuss" Deutscher Jagdterrier

Diese Prüfung wurde vom Int. Verband für Deutsche Jagdterrier (Mitglieder sind die Länder Deutschland, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Dänemark, Schweden, Luxemburg und Österreich) ausgearbeitet. Sie ist so konzipiert, dass diese Prüfung in allen Mitgliedsländern ohne Probleme mit der Jagdgesetzgebung und dem Tierschutz umgesetzt werden kann. Sie stellt vor allem die jagdlich vielseitige Brauchbarkeit der Rasse in den Vordergrund.

Zugelassen sind alle Deutschen Jagdterrier mit einer von der FCI anerkannten Ahnentafel. Mindestalter 15 Monate.

Die Prüfung besteht aus einem Gehorsamsblock, einer Schweißarbeit, Haar- und Federwildschleppe, Freiverlorensuche von Federwild und im Schilfwasser, Ziehen eines verendeten Fuchses aus dem Bau. Die PO ist von der FCI homologiert, der Sieger im 1. Preis ein CACIT.

Die Gehorsamsfächer werden in einem Zug durchgeführt. Beim Pirschen kann der HF wählen – mit oder ohne Leine – der Hund muss dabei auf einer Strecke von ca. 100 Metern folgen und sich den Aktivitäten des HF ohne sein Einwirken anpassen. Am Ende dieser Strecke wird der Hund abgelegt, zwei Schüsse werden im Abstand von zwei Minuten abgegeben, nach weiteren zwei Minuten wird der Hund abgeholt. Bewertung wie bei der VGP! Die Riemenarbeit ist auf einer 600 Meter langen Übernachtfährte, ¼ Liter Wildschweiß zu prüfen. Zusatzfächer gibt es nicht.

Bringen von Haar- und Federwild, Schleppenlänge 200 Meter, zwei Haken. Die Haarwildschleppe ist zumindest teilweise im Wald zu legen, die Federwildschleppe am offenen Feld. Freiverloren Federwild wie VGP. Freiverloren im Schilfwasser: die geschossene Ente wird in tiefes schilfbewachsenes Wasser geworfen, dabei wird ein Schuss abgegeben, der Hund darf die im Wasser liegende Ente nicht sehen. Der Hund soll die Ente auf einmaliges Kommando suchen, bringen und sitzend abgeben.

 

Ziehen von Fuchs aus dem Bau: Länge der Ziehröhre mindestens sechs Meter, Wahlmöglichkeit für den HF „mit“ oder „ohne Leine“, Arbeitszeit maximal 10 Minuten, Bewertung wie VGP.

 

Nachweis der „jagdlichen Eignung“

 

Die jagdliche Eignung des Deutschen Jagdterriers wird im Zuge der Baujagd auf Fuchs oder Dachs, sowie bei der Jagd auf Wildschweine, festgestellt. Es ist für die Zucht und die jagdliche Weiterentwicklung der Rasse von großer Bedeutung jene Hunde zu erkennen, welche in diesen Bereichen gute Anlagen, ein hohes Maß an Zielstrebigkeit und Ausdauer zeigen. Von erfahrenen Richtern und Jägern werden die Leistungen beim Verhalten am Wild, Ausdauer und Passion, Laut bei der Jagd und beim Vorliegen und in der Suche bewertet.

 

An Sonderprüfungen, welche in der PO für Einzelleistungen des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes zu finden sind, wird die Schweißsonderprüfung (SSP) regelmäßig vom Österreichischen Club für Deutsche Jagdterrier veranstaltet und hervorragende Leistungen erbracht. Kriterien: 1000 Meter, ¼ Liter Wildschweiß, zwei Haken, Stehzeit 18 Stunden, reine Riemenarbeit ohne Zusatzfächer.

Die bestandene Vollgebrauchsprüfung und die Schweißsonderprüfung werden in das Ö. Leistungsbuch für Jagdhunde (ÖLBJ) eingetragen. Für drei mit einem 1. Preis bestandene Vollgebrauchsprüfungen wird vom Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband (ÖJGV) der Titel „Österreichischer Jagdhundeprüfungssieger-ÖJPS“ vergeben.