02.07.2011: Schweißsonderprüfung in Fiss/Serfaus

Der Tiroler Jägerverband - Jagdgebrauchshundereferat: MF Sepp Tabernigg richtete am 02.07.2011 eine Verbandsschweißsonderprüfung in Fiss/Serfaus aus. Die zu arbeitende Nachsuchestrecke ist 1200 Schritt (ca. 1km), wird mit Fährtenschuh getreten und mit 1/4 Liter Rot- oder Rehwildschweiß (Blut) gespritzt.

Der Anschuss wird aufgekratzt, mit Schnitthaar und Knochenteilen gekennzeichnet (daraus ist erkennbar, welche Schußverwundung das beschossene Wildtier hat), es sind mehrere Wundbette angelegt, die mit Schweiß und kleinen Lungen-, Herz- oder Leberstückchen für den Hund interessant gemacht werden.

Am Ende - Ziel der Nachsuchefährte liegt ein Haupt, Decke, oder ganzes Stück von der Wildart von der der Schweiß gespritzt wurde.

Die ganze Strecke ist im Waldgebiet mit mehreren Bögen, stumpfen Winkeln und anderen Schwierigkeiten angelegt.

 

Mögliche Schwierigkeiten beim Arbeiten sind:

   - unmittelbar flüchtendes Wild

   - Wildwechsel

   - Wasserläufe, grobes Gelände

   - u.a.

 

Der Hund darf sich davon nicht beirren lassen.

Die Nachsuchearbeit ist spätestens nach einer Stunde und Verweisung von mindestens zwei Wundbetten beendet.

 

Diese Schweißsonderprüfung verlangt vom Hundeführer, Nachsuchehund ganz besonders aber von den Richtern höchste Konzentration und Kondition.

 

Es ist ganz erfreulich, wenn alle Beteiligten das Ziel erreichen.

Beteiligt waren alle in Tirol geführten und geförderten Hunderassen. Grosse Anerkennung für jeden, der sich dieser schwierigen Aufgabe stellt, Gratulation an die erfolgreichen Nachsuchegespanne.

 

Josef Siedler, Rene Hartleb, Imo
Josef Siedler, Rene Hartleb, Imo

Dass auch ein Deutscher Jagdterrier aus meiner Zucht von der Nordkette: IMO von der Nordkette gew: 31.01.2010 mit Rene Hartleb an dieser schwierigen Aufgabe teilgenommen hat erfüllt die Nordkettler und mich mit grosser Freude. Wir wünschen dem Erstlingsführer der schon eine ausgezeichnete Anlageprüfung: Spurlaut, Schussfestigkeit, Schweiß, Wasser- und Bauarbeit sowie auch Brauchbarkeit auf Raubwild-Fuchs bei Jagdausübung am Naturbau abgelegt hat, ist besonders erfreulich.

In Zukunft viel Freude und Spass bei der weiteren Ausbildung sowie bei der Jagdausübung und viel Erfolg bei weitern Prüfungen (genaueres siehe Prüfungen; Text MF Alex Prenner).

 

Nur ein gut ausgebildeter Jagdgebrauchshund ist ein Jagdhund mit Beruf: JAGDVOLLGEBRAUCHSHUND

 

Weidmannsheil-Ho Rüd Ho

 

Züchter Josef Siedler