Der Dackel bzw. Dachshund

Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher
Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher

Der Dackel bzw. Dachshund ist ein kleiner aber sehr arbeitswilliger, spurlauter Fährtenjäger auf Hase und Fuch, sowie auch beim Stöbern im Schilf und Wasser, auf der Entenschwimmspur und beim Bringen der treibenden Ente aus Gewässern.

Ihn zeichnet die besondere Arbeitsbereitschaft bei der Baujagd auf Fuchs und Dachs aus.

Er ist ein äußerst liebevoller Jagdgebrauchshund.

 

Im jagdtauglichen Gelände (hat sehr kurze Läufe) ziegt er eine ausgeprägte Wildschärfe.

Es existieren verschiedene Dackeltypen: schwarz oder rot, rauhaarig, kurzhaarig und langhaarig.

 

Der Dackel ist ein äußerst interessanter Jagdgebrauchshund. 

 

Mehr Informationen über diese Rasse wird sicherlich jeder zuständige Klub gerne zur Verfügung stellen.

Folgender Text und folgende Bilder von Bastian von Sevenhill wurden dankenswerter Weise von Herrn Gottftried Hecher zur Verfügung gestellt. Dir, Gottfried, ein herzliches "Vergelt's Gott":

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Die Dachshunde sind die die kleinste in Tirol zugelassene Jagdhunderasse.

Der Österr. Dachshundeklub wurde 1902 gegründet, feierte also im Jahre 2002 sein 100jähriges Jubiläum.

Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher
Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher

Der Ursprung dieser Erdhunde ist Mitteleuropa, die Anfänge dieser Rasse dürfte im späten Mittelalter zu suchen sein. Die Hochburg der Dackel ist Deutschland.

Wir unterscheiden 3 Arten, eigentlich muss es richtiger Weise heißen Varietäten. Der geschichtlich älteste ist der Kurzhaar, später kamen der Langhaar und der Rauhaar hinzu. Der Langhaar-Dachshund entstand durch Einkreuzung von Cocker-Spaniel und Setter, der Rauhaar durch Einkreuzung von Schnauzer und Dandie-Dinmont-Terrier. Der Ursprung aller Dackel ist in der Bracke zu suchen. In allen drei Haararten sind zu unterscheiden Nr. 1 die Standardgröße, Nr. 2 Kaninchendackel und Nr. 3, die kleinsten, die Zwergdackel. Naturgemäß sind für das Gebirgsland Tirol am besten die Standardgrößen der jeweiligen Haararten am besten geeignet.

Dackel - Kurzhaar
Dackel - Kurzhaar

Allerdings gibt es innerhalb der Standardgröße auch beträchtliche Unterschiede im Gewicht. 10 kg dürfen, lt. Zuchtordnung, allerdings nicht überschritten werden.

Der Aufgabenbereich der Dachshunde, das sagt schon der Name, ist in erster Linie in der Baujagd zu suchen. Auf Grund ihrer Größe, oder besser Kleinheit, können sie problemlos in die Röhren der Fuchs- und Dachsbauten einschliefen und das darin befindliche Raubwild sprengen.

Dackel - Langhaar
Dackel - Langhaar

In diesem Zusammenhang sei gleich die angebliche Sturheit und Dickköpfigkeit dieser Hunde erwähnt. Hunde sind gewohnt Befehle ihres Herrn, der für sie das Alphatier, also das Leittier ist, auszuführen. Herr und Hund sind demgemäß die kleinstmögliche Form des Rudels. Durch die Trennung von Herr und Hund bei der Baujagd, ist der Dachshund gezwungen, tief unter der Erde eigene Entscheidungen zu treffen. Diese Eigenständigkeit versucht er dann auch über der Erde durchzusetzen, was ihm dann als Ungehorsam ausgelegt wird. Zugegebener Maßen brauchen sie etwas mehr Geduld beim Abrichten. Dachshunde folgen aber schließlich ebenso wie jeder Hund anderer Rasse.

Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher
Bastian von Sevenhill; Foto: Hecher

Ein weiterer Aufgabenbereich ist natürlich die Nachsuche auf der Weidwundfährte. Als Bracken-Nachkömmlinge haben sie deren hervorragende Nase geerbt und in vielfachem Einsatz ihre Tauglichkeit bewiesen.

Für die Züchtung sind erforderlich Anlagenprüfung ober und unter der Erde bzw. Vollgebrauchsprüfung ober und unter der Erde, Spurlautprüfung und evt. Wasser-Aportierprüfung.

Abschließend sei noch erwähnt, dass dem Dackel das Attribut „Wadlbeißer“ nicht gerecht wird, man traut ihm aufgrund seiner Kleinheit nur nicht zu, sich wehren zu können. Vielmehr ist er ein guter und treuer Begleithund, der auch mit Kindern umzugehen weiß.