Verstehen Sie Spass – auch wenn’s traurig ist?

Rattenjunge mit weißem Brustfleck

Als kleine Ratte auf die Welt gekommen, mit sieben weiteren Geschwistern, teilen sich die kleinen blinden und nackten Rattenkinder den warmen Platz in der Rattenhöhle mit ihrer Rattenmutter. Keinem der Geschwister war der Makel des einen Geschwisterchens bewusst und wurde auch nicht als tragisch empfunden.

Die kleinen Ratten wuchsen; reichlich mit Rattenmuttermilch recht schnell heran. Flink, wendig und ständig hungrig, verbringen sie in der Höhle und im Umfeld ihre Kinder- und Entwicklungszeit. Keiner der kleinen Nager stößt sich an der Fehlentwicklung des besonders gut gebauten, schwarzen und etwas größeren, aber nicht zu großen, Rattenjungen, bei dem sich auf der Brust ein kleiner weißer Fleck, mit weißen Haaren, entwickelt hatten; dieser Umstand spielt auch noch keine Rolle.

Aber da Ratten in relativ kurzer Zeit die Geschlechtsreife erlangen, wird auch nur vom Rattenkommandant bzw. Clan die Familiengründungstauglichkeit signalisiert oder ablehnt. Und nun hat der schon gewachsene, mit schwarzem Haar gezierte, starke Rattenjunge das große Problem. Er darf nicht! Der Rattenclan sagt NEIN.

 

Der kleine weiße Fleck auf der Brust!, die bisher gezeigten Taten, wie Abfallkübelstöbern, Erdäpfel knappern, Vorratslager finden und versauen, oder der Kampf mit großen äußerst feindseelig gesinnten Kämpfern und Vieles mehr; ein wahrer Könner in allen Lebenslagen; all das hilft ihm nicht über den genetischen Makel hinweg – ein schwerer Schlag. In seiner großen Enttäuschung über das zu erwartende lustlose Leben einen letzten schwerwiegenden Schritt zu gehen ist das Ergebnis seines Denkens.

Josefine von der Nordkette
Josefine von der Nordkette

Da der Rattenjunge in seinem kurzen Leben schon mehrmals fluchtartige Bekanntschaft mit kleinen schwarzen Jagdhunden gemacht hat, ist diese Erfahrung nicht neu. Die Rattenmutter hat schon mehrmals über die Gefährlichkeit der Deutschen Jagdterrier erzählt und die Jungen eindringlich vor ihnen gewarnt.

Nun war jedoch der Entschluss des Rattenjungen bereits gefasst und er stellt sich in selbstmörderischer, in Lebens- und Todesverachtung, dem Kampf mit den Deutschen Jagdterrier.

Ein ungleicher Kampf führt zum schnellen Ableben des sonst so hoffnungsvollen Rattenjungen.

 

Das Leben ist hart im Tierleben, es gibt keine Gnade bei Fehlentwicklungen, auch nicht bei Jungtieren.

Zur Information: Früher wurden die Terrier zur Bekämpfung von Mäusen, Bisamesen und Wanderratten eingesetzt; daraus resultiert die liebevolle Bezeichnung RATTLER

 

Die Rattengemeinschaft

 

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