Der Fuchs und die Dunkelheit

Irgendwie konnte ich heuer noch keine wirkliche Jagdgeschichte schreiben, da sich der Jagderfolg (bis jetzt) nicht einstellen wollte. Oft auf der Jagd gewesen, wenig bis gar nichts im Anblick gehabt und deshalb auch nichts geschossen. Aber ich denke mir, dass viele in ihrem jägerischen Leben Durststrecken durchstehen müssen und so mache ich mir nicht allzuviel daraus und denke mir, dass es wirklich wichtigere Dinge gibt.

Obwohl zugegebener Massen ist es schon sehr zermürbend, in Summe mehrere tausend Kilometer zu fahren und jedesmal leer auszugehen; aber auch seltene Anblicke entschädigen und freuen mich jedesmal ungemein und dazugelernt habe ich heuer sehr viel.

 

Doch nun zum eigentlichen Thema dieser Geschichte - Raubwild. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und unweigerlich beginnen sich meine Gedanken mehr um Raubwild als um Schalenwild zu drehen. Ich weiss zwar nicht, wie es anderen Jägern gedanklich geht, aber bei mir ist es so, dass jetzt eine äußerst spannende Zeit beginnt und ich mir in Gedanken öfter ausmale, wie die Raubwildsaison wohl laufen wird (hoffentlich besser als die Schalenwildsaison).

 

Durch meine temporären Lehrer (Pirschführer), aber vor allem von dir, Sepp, konnte ich mir einiges abschauen bzw. filtern, sodass ich begann, auf dem erworbenen bzw. übernommenen Wissen eigene Gedanken aufzusetzen.

Und so kam es heuer, dass ich bei einem Herbst-Waldgang, welche immer sehr aufmerksam gemacht werden einen "Fuchs gspürt" hab, wie man jägerisch so schön sagt. Mein Interesse war sofort geweckt, weil in der Nähe weiss ich keinen Bau (wäre interessant die Gegend demnächst näher zu erkunden). Also kurz gesagt - Wildkamera aufgehängt - und siehe da....

Nach betrachten der Aufnahmen der Wildkamera, war ich sehr erfreut, dass sich meine Vermutung bestätigt hat.

Irgendwie werde ich unweigerlich an Feline erinnert (Buch von Günther Schumann - Leben unter Füchsen), aber auch an ein interessantes Gespräch mit einem Deutschen Jäger, welcher mir von den Auswirkungen der totalen Raubwildreduktion berichtet hat, und zwar dass eine Mäuseplage die Folge war; wegen der starken Raubwildreduktion durch Krankheiten und Raubwildbejagung. Inwieweit welcher Faktor die Hauptursache trägt ist mir nicht bekannt. 

 

Ein herrlicher Anblick, wenn auch nur durch die Kamera

 

Waidmannsheil

 

G.S.

  

 

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