Ein kleiner schwarzer Kobold (Findel von der Alm) - Jagdterrier auf der Alm

Die Almleute staunten nicht schlecht, als sie Anfang Juni 2012 auf die Alm, im mittleren Oberland auf ca. 1800m, kamen um nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist, denn der Winter zeigt oft unangenehme Überraschungen. Schäden am Dach der Hütte, an den Zäunen, an den Wasserleitungen (ein besonderes Problem), etc. sind keine Seltenheit. Im Kalkgebirge sind Quellen die das Wasser sprudeln lassen selten; das kostbare Nass versickert fast zur Gänze. Jedoch gibt es kleine Quellen, die mit allergrößter Sorgfalt gepflegt werden müssen, damit das Almvieh im Sommer nicht verdurstet.

Findel von der Alm
Findel von der Alm

Also auf die Alm gekommen, ist ein kleines schwarzes Tier fluchtartig im Föhrenwald verschwunden; genau konnte nicht erkannt werden was es war und es wurde auch nicht wieder gesehen.

Als dann um den 20. Juni der Almauftrieb erfolgte und die Alm dauerhaft bewirtschaftet wurde, kam dieser kleine Kobold immer zur Nachtzeit um etwas für seinen Bauch zu finden. Mit großer Scheue verbrachte der kleine Hund, als solcher konnte er bestätigt werden, die Zeit im Nahbereich der Alm bzw. im Föhrenwald.

Mit List und Ausdauer haben die Almleute es schlussendlich geschafft, den kleinen schwarzen, der sich als Deutscher Jagdterrier entpuppte, zu zähmen und zum Almhund zu machen. Große Anerkennung!

Da die Almleute (Renate und Werner) hervorragend mit Tieren umgehen können, hat der Deutsche Jagdterrier mit Ihnen eine nette Herrschaft gefunden.

Ein Telefonanruf der Almleute erreichte mich Mitte Juli, jedoch konnte ich auch nicht weiterhelfen, da der Deutsche Jagdterrier zwar gechipt ist, jedoch ist er offensichtlich nicht auf seinen richtigen Wohnort, Gemeinde usw. registriert.

Nach unzähligen Versuchen auszuforschen wer die Besitzer sind, konnte keine der vielen Institutionen eine erfolgversprechende Auskunft geben. Der Besitzer eines gechipten Tieres, wenn es nicht ordnungsgemäß im Heimatort registriert ist, ist nicht auffindbar – „so ist der Chip sinnlos“

Ein Welpe, der den Besitzer wechselt, muss gechipt sein und die Registrierung muss der neue Besitzer in seiner Heimatgemeinde ordnungsgemäß durchführen.

Nur so kann der Chip seinen Zweck erfüllen

Der Almsommer ist gut verlaufen, Tiere, Leute und der zugelaufene Jagdterrier sind wieder zuhause, was für alle eine große Umstellung darstellt.

Renate versorgt das Haus, die Wohnung, die eigenen Rindviecher und den neu dazugekommenen Deutschen Jagdterrier, der nun eine tolle Heimatstätte hat und sich sehr wohl fühlt. Bei einem Besuch konnte ich eine außerordentliche, gegenseitige Zuneigung zwischen der Familie und dem Deutschen Jagdterrier beobachten.

Werner, der in seinem Berufsleben als Waldaufseher sehr viel Zeit im Wald und in der Natur beschäftigt ist, hat nun immer einen netten, kleinen schwarzen Begleiter mit dabei. Dieser Umstand wird wohl auch dazu beitragen, dass sich eine so innige Beziehung entwickeln konnte.

 

Diese Wahrnehmung erfüllt mich mit großer Freude und ich hoffe auf ein langes, glückliches Zusammenleben der ganzen Familie mit dem Deutschen Jagdterrier. Im Übrigen „Findel“ ist ein Rüde.

 

Im Besonderen ist mit dieser Geschichte ein enormer Bindungsbedarf und eine enorme Bindungsbereitschaft vom Deutschen Jagdterrier zum Menschen bestätigt, so man ihn mag, ihm vertraut und ihm auch seine Lebenserfüllung einigermaßen bietet. Am liebsten ist der Deutsche Jagdterrier ein Vollgebrauchsjagdhelfer und Freund in allen Lebenslagen

 

Josef Siedler – Deutsche Jagdterrier von der Nordkette

 

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass Welpen die weitergegeben werden, vom Züchter per Tierarzt gechipt werden müssen. In weiterer Folge muss der neue Besitzer seinen neuen Freund, Deutschen Jagdterrier o.ä. in seinem Heimatort beim Tierarzt auf seine Heimatadresse registrieren lassen. Nur so kann der Chip seinen Zweck erfüllen und ist auch zwingend vorgeschrieben.

Wenn der Hund, ganz besonders Jagdgebrauchshund, nicht registriert ist, kann so etwas wie bei „Findel von der Alm“ passieren.

 

Übrigens die CHIP-KENNUNG von „Findel von der ALM“ lautet:

 

KENNUNG: HRV Cod 191/1000088415

 

Als begeisteter Führer von Deutschen Jagdterriern bedanke ich mich bei Renate und Werner für Ihre Bemühungen um Findel – er wird Euch das nie vergessen.

 

Euer Josef Siedler (Deutsche Jagdterrier von der Nordkette)

 

Wer was über Findel weiß – BITTE MELDEN

 

Telnr.: (+43) (0)664/1819204 oder

Email: j.siedler@aon.at

Hallo Josef

 

Ich habe deinen Bericht heute gleich gelesen. Ich danke dir für deine lobenden Worte allerdings bin ich der Meinung, dass andere Menschen das Gleiche  getan hätten. 
Trotzdem ein herzliches Danke für deine  psychische Unterstützung – sie war dringend notwendig und auf alle Fälle sehr wirkungsvoll.

 

Renate und Werner

 

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