Ein Meilenstein wurde gesetzt!  Die Beihilfelösung für JGH-führende Jäger

Quelle: Zeitschrift "Jagd in Tirol" Ausgabe Februar 2015, Seite 24 (zum Vergrössern bitte anclicken)
Quelle: Zeitschrift "Jagd in Tirol" Ausgabe Februar 2015, Seite 24 (zum Vergrössern bitte anclicken)
Quelle: Zeitschrift "Jagd in Tirol" Ausgabe September 2014, Seite 25 (zum Vergrössern bitte anclicken)
Quelle: Zeitschrift "Jagd in Tirol" Ausgabe September 2014, Seite 25 (zum Vergrössern bitte anclicken)

Das Jagen hat in Tirol eine nicht wegzudenkende Tradition. Schon vor unserer aller Zeit wurde gejagt, fast immer in der Vorzeit hat dies Wild-Beute machen, existentielle Grundlagen gehabt. Beute machen war wichtig für das Überleben des kleinen "Mannes" und der Frauen - die meist ärmliche Bevölkerung, die Bauern, denen das Jagen auf ihren eigenen Grund und Boden als Begleitrecht erlaubt war. Am meisten aber war das Jagen auf Hirsch und Gemse oder Rehbock ua etwas für die oberste Schicht der Gesellschaft: diese aufzuzählen, denke ich, erübrigt sich, waren hier doch Fürsten, Grafen, Könige und Kaiser die Hauptnutznießer der Jagd.

Wenn man die tollen Bilder aus alter Zeit betrachtet, so waren die Jäger fast immer in Begleitung eines Jagdgebrauchshundes, weil damals schon bekannt war:

Jagen ohne Hund  ist Schund

 

Die Zeit der Monarchen und ihrer unterschiedlichsten Ableger ist nun großteils vorbei, dafür sind nun andere auf den Plan gerückt, aber die Oberschicht, ist nicht diejenige, die den Jagdgebrauchshund führen, ausbilden und die Arbeit im Jagdhundegebrauch verrichtet. Diese Aufgabe übernehmen die jagdgebrauchshundeführenden passionierten Jagdpächter, Berufsjäger, Jagdaufseher und Jäger, welche diese überaus wichtige Aufgabe der Jagdgebrauchshundeführung wahrnehmen.

 

So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Beihilfeprogramm für Kosten der Jagdgebrauchshundeführung, wie zum Beispiel die Ausbildung, Prüfungen, laufende Kosten sowie Tierarztkosten und Wiederbeschaffungsaufwand für einen bei der Jagdausübung verletzt bzw. zu Tode gekommenen Jagdgebrauchshund, bisher nicht wichtig erschien.

 

Nun, unter Landesjägermeister DI (FH) Toni Larcher, wurde dieses Thema richtig erkannt und aufgegriffen, sowie tiefgreifend behandelt und einer Lösung zugeführt. Jedoch glaube ich,  dass die Erfahrung zeigen wird, dass Nachbesserungen erforderlich sein werden. Gerade für die im Jagdeinsatz verletzten Jagdgebrauchshunde, die eine veterinärmedizinische Behandlung benötigen, scheint mir die finanzielle Entschädigung zu filigran, denn jedem, der einigermaßen Bescheid weiß, ist bewußt, daß dabei meist ein vielfaches zu berappen ist, bis der Jagdgebrauchshund wieder im Jagdeinsatz seine Arbeit leisten kann.

 

Ich anerkenne mit großer Genugtuung den guten Willen des TJV-Vorstandes sowie auch das Mitwirken des  Tiroler Jagdgebrauchshundereferenten Josef Tabernig für die objektive Sicht zu diesem Thema und die Entscheidung zum Wohle für die Jagdgebrauchshundeführer und ihren vierläufigen Freunden und Jagdhelfern.

 

PS:  Es wird aber mit scharfen Blicken zu beobachten sein, ob die Jagdgebrauchshundevereine ihrer Verpflichtung nachkommen, denn mit der Übernahme der Fördermittel vom Tiroler Jägerverband für positive Prüfungsabläufe, Ausbildung, Führung und Haltung der Jagdgebrauchshunde ist eine entsprechende Beilhilfe ihrerseits von Nöten.

Nochmals großes Ho-Rüd-Ho und Waidmannsdank an den TJV für diesen Meilenstein

 

Josef Siedler - Jagdaufseher und Jagdgebrauchshundeführer DJT

 

 

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