DJT - Jagdgebrauchshundeleistungsförderung

Wenn Jagdgebrauchshunde geführt werden, so hat das nur dann Sinn, wenn die Hunde bei der Jagdausübung als helfende Begleiter ihre Leistungsfähigkeit zeigen müssen und können, d.h für den Jäger Hilfestellung leisten, wofür er selbst nicht fähig ist.

 

Platenigl
Platenigl

Für die Führung und Ausbildung von Jagdgebrauchshunden ist sehr viel Zeit, Geduld, Können und besonders Idealismus erforderlich, wovon der Nichtjagdgebrauchshundeführer keine Ahnung hat. Es soll nun, wenn der Jagdgebrauchshund gebraucht wird, für die Nachsuche auf ein verletztes nicht gefundenes Reh, Gams oder Rotwild, zum Stöbern auf einer Gesellschaftsniederwildjagd oder zum Bergen einer erelgten Ente, die im eiskalten tiefen Wasser treibt, immer ein für die notwendigen Hilfestellungen geeigneter Helfer - Jagdgebrauchshund - zur Stelle sein.

Für die Fähigkeit zu diesen Leistugen ist großer Zeitaufwand, geeignetes Können und Verstehen des Hundes und allergrößter Idealismus nötig.

Ich kann mich fast nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal einen Jäger  bzw. Jagdgebrauchshundeklubfunktionär gesehen habe, der sich die erlegte Ente selbst aus dem eiskalten reissenden Inn oder Teichwasser apportiert bzw. eine über lange Strecke notwendige Nachsuche auf einen verletzten Trophäenträger oder anderes Schalenwild mit Erfolg selbst mit seiner Nase und Spürsinn durchgeführt, oder einem Raubwild (Fuchs oder Dachs) mit gekonntem Kehlgriff das letzte bischen Leben schnell beendet hat.

Enzian
Enzian

Für all diese Zeitaufwendungen, Mühen und Geduld einen guten Jagdgebrauchshund zu führen, zu Prüfungen zu fahren und mit Erfolg abzuschliessen, ganz besonders aber auch das Risiko seinen ausgebildeten Jagdgebrauchshund bei der Jagdausübung zu verlieren haben die weitsichtigen Funktionäre des Tiroler Jägerverbandes vor vielen Jahren in den Statuten vorgesehen, dass die Zucht und die Führung von Jagdgebrauchshunden zu fördern ist.

Man soll aber dabei nicht rätseln müssen, wer damit gemeint ist - der Jagdgebrauchshundeverein oder der Jagdgebrauchshundeführer.

Ich denke, und das ganz bestimmt, dass der Jagdgebrauchshundeverein für die Jagdhunde und seine Führer da sein soll und nicht umgekehrt.

 

GIB DEM KAISER WAS DES KAISERS IST UND DEM JAGDGEBRAUCHSHUNDEFÜHRER WAS IHM GEBÜHRT - JEDEM DAS SEINE!

Tintenfischpilz
Tintenfischpilz

Der Tiroler Jägerverband (TJV) nimmt seine statutenmäßige Verpflichtung war, indem er für die, nach Vorgabe des OJGV geprüften Jagdgebrauchshunde die vorgesehene Leistungs- bzw. Clubförderung an den Jagdgebrauchshundeclub übermittelt.

So hätte der Jagdgebrauchshundeverein die Möglichkeit, die Jagdgebrauchshundeführer für die erfolgreichen Prüfungen selber zu beglückwünschen und die entsprechende Förderung zu überreichen.

Ich darf erwähnen, dass diese Leistungsförderungen von der Tiroler Jägerschaft gewährt und freigestellt werden und nicht vom Jagdgebrauchshundeverein, der aber die oben erwähnte Leistungsförderung dem Klub einverleibt und nicht an die Leistungsträger weitergibt.

 

Gefördert wird laut Mitteilungsblatt des TJV (Ich beziehe mich auf den Club für DJT und seine Jagdgebrauchshundeführer). Die Jagdgebrauchshundeförderung ist den nach den Richtlinien des ÖKV gezüchteten Hundewelpen und den nach den Richtlinien von ÖJGV geprüften Jagdgebrauchshunden zu gewähren:

 

1)     Der Jagdgebrauchshundeclub für diverse Aufwendungen im Jahresablauf

2)     Jeder in Tirol angekaufte Jagdhundewelpe der geförderten Rassen

3)     Die erfolgreich abgelegte Anlagenprüfung – egal in welchem Bundeslang die Anlagenprüfung abgelegt wurde

4)     Die erfolgreich abgelegte Vollgebrauchsprüfung – egal in welchem Bundesland die Vollgebrauchsprüfung abgelegt wurde. Dabei ist zu erwähnen, dass einige jagdliche Disziplinen in Tirol nicht machbar sind und die Prüfungen in einem östlichen Bundesland abgewickelt werden müssen.

Wenn ich nun die Reise der vom Tiroler Jägerverband problemlos freigegebenen Leistungsförderung verfolge, endet diese im Sack des Jagdgebrauchshundeclubs, dem ich angehöre und der gemeinnützig agieren sollte.

Edelweiss
Edelweiss

Die Leistungsförderung soll eine kleine, symbolische, Anerkennung für die Jagdgebrauchshundeführer sein, für die schon vorher angeführten Bemühungen und Erfolge.

Es ist nicht verständlich, warum sich diese kleine, symbolische, Anerkennung der Club einverleibt. Führt etwa der Hundeclub den Jagdhund, bildet ihn aus, führt ihn zur Prüfung(en), entrichtet die Gebühren, diverse Kosten, usw.?

 

Ich habe zu wenig Kenntnis über die Fördermodalität der anderen Landesgruppen, bzw. Klubvorgaben, jedoch wenn mir jemand erklären würde, dass keine andere Landesgruppe DJT dem Fördergedanken der Jägerschaft ungünstiger und unanständiger für die Jagdgebrauchshundeführer abwickelt, als meine Landesgruppe.

 

Ich würde es sofort glauben.

 

Jeder, der dieses Fördermodell unterstützt, möge auch darüber nachdenken wer und warum gefördert werden soll. Ist es nur der Klub, oder sind es auch die Jagdgebrauchshundeführer, laut Vorgabe des Tiroler Jägerverbandes (TJV).

 

Die Tiroler Jägerschaft ist sicher interessiert, gut ausgebildete und geprüfte Jagdgebrauchshunde in den Revieren zu wissen.

Die Jagdgebrauchshunde- und Clubförderung kommt aus den Beiträgen der Jäger für die Tiroler Jagdkarte (wenn ich mich nicht irre!) - Irrtümer vorbehalten.

 

Wie entsteht Unrecht?

 

Unrecht entsteht durch unrechtes Handeln!


Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Förderungen die nicht der Widmung entsprechend verwendet wurden in der Folge zurückgefordert wurden!

 

 

Bezugnehmend auf die Jagdgebrauchshunde Prüfungsförderung/Leistungsförderung ist folgende Information aktualisiert:

 

Ich bedanke mich für die Impulse aus den Landesgruppen, die mich erreichten.

 

In der Regel werden Förderungen in Aussicht gestellt, wenn es ein Förderobjekt gibt und diverse Leistungen und Umstände erfüllt sind.

 

1)  Beim Jagdterrier ist Umstand und Leistung zu erfüllen

a)     Umstand ist, dass sich ein Tiroler Jagdkartenbesitzer einen Jagdterrierwelpen anschafft, d.h. kauft

b)      Der Jagdkartenbesitzer führt den kleinen Rabauken, zur gegebenen Zeit. (Je nach Alter und Entwicklung beginnt die Ausbildung, meist in kleinen Schritten – bis zur intensiveren Ausbildungszeit).

2)  Hierbei ist eine Hasenspur oder auch Fuchsspur auszuarbeiten. Eine sehr schwierige Aufgabe, wo doch bei uns kaum Feld- oder Waldhasen sind. Der junge Jagdhund muss aber bei der Spurlautprüfung dieses Fach beherrschen. Einen nicht sichtigen Hasen 400m auf der frischen Spur laut jagen, - die ganzen 400m. Auf freiem Feld muss der Jagdhund von den Leistungsrichtern gesehen werden. Dass der Jagdhund nach Vollendung der Spurlautarbeit zu seinem Führer zurückkommt und sich anleinen lässt ist ein wichtiger Teil von Führigkeit und guter Orientierungsfähigkeit. 

3)    Es ist eine Verwundfährte – Schweißfährte auszuarbeiten. 300m im Wald mit zwei stumpfen Haken, am Ende ein Stück von der Wildart, von der der Schweiß gespritzt oder getupft wurde. Die Wartezeit beträgt mindestens drei Stunden. Da die Prüfung am Morgen bzw. Vormittag gemacht wird, sind allerlei Ablenkungen möglich – z.B. „Verleitfährten“ von wechselnden Wild. Dazu möchte ich erwähnen dass diese für einen so vielseitigen Jagdhund – Jagdterrier eine ganz andere Bedeutung hat, als bei reinen Nachsuchespezialisten.

4)   Arbeit am Wasser; der Jagdterrier soll das Gewässer mit Passion annehmen und eine Fläche abschwimmen, so dass eine erforderliche Wasserfreude erkennbar ist. Wo gibt es schon geeignete Möglichkeiten, am Wasser zu arbeiten/zu üben?

5)  Arbeit unter der Erde. In einer künstlichen Röhre, 4m lang, 20cm hoch und 18cm breit, wird ein bei der Jagdausübung erlegter Fuchs oder Dachs (Fuchs bevorzugt) bis ans Ende der Röhre gezogen. Nun wird der junge Deutsche Jagdterrier, der den Ziehvorgang nicht beobachten konnte, von ca. 10m Entfernung geschnallt. Den toten Fuchs aus der 4m langen Röhre zu ziehen ist seine Aufgabe.

6)   Schussfestigkeit; dieses Fach wird am Anfang der Prüfung geprüft; aber nach meiner Meinung setzt sich diese Eigenschaft aus Vererbung, Wesensverhalten und kennen lernen von Schussgeräuschen zusammen. Es ist mehr eine vererbte Wesensfrage ob der Jagdhund hier Schussfestigkeit zeigt.

 

Die vorgenommenen Aufgaben sind zu erfüllen um den Anlagenprüfungs-Förderungsstandard zu erreichen. Dass zur Anlagenprüfung auch die Formwerte passen müssen, gehört dazu, ist aber nicht im Ausbildungsprogramm.

Ich sehe bei der Ausbildung keinen Zusammenhang mit dem zuständigen Jagdhundeclub, außer bei der Prüfung die vom v.g. Club abgehalten wird, wofür ein entsprechendes Prüfungshonorar zu bezahlen ist.

 

Wofür der Jagdhundeclub, die vom Tiroler Jägerverband gewährte Leistungsförderung einstreift versteht wohl kein normal denkender Jagdgebrauchshundeführer.

 

Dasselbe gilt auch für die Deutsche Jagdterrier-Vollgebrauchsprüfung, die in der Durchführung viel umfangreicher als die Anlagenprüfung – Feststellung der ererbten Anlagen ist. Hier wird die jagdliche Brauchbarkeit bei allen jagdlichen Erfordernissen festgestellt und ist die umfangreichste Jagdvollgebrauchsprüfung aller vom Tiroler Jägerverband geförderten Jagdvollgebrauchshunderassen.

Ich lese nirgends Jagdgebrauchshundeclub als Leistungsförderempfänger!

 

Im übrigen sind Förderungen üblicherweise an das Objekt bzw. Besitzer gebunden, wenn die Voraussetzungen geschaffen sind. Der Jagdhundeclub ist nicht Besitzer und auch nicht der Führer und Ausbilder des Förderungsobjektes.

 

Wenn es notwendig ist, gibt es darüber inzwischen noch einiges zu berichten ….!

Ich bedanke mich für die rege Teilnahme und für eure inspirierenden und regen Beiträge zur Jagdgebrauchshundeprüfungsförderung.

Meine persönliche Meinung zur Lösung dieser Problematik ist, dass der Tiroler Jägerverband, als Förderinstitution, mit einer Förderweisung diese Angelegenheit positiv lösen könnte.

Wenn ich gerade nichts zu tun habe, denke ich gerne an die Jagdgebrauchshundeführer-Leistungsprüfungen un damit an die Grundlagen für gut ausgebildete Jagdvollgebrauchshelfer.

Eine Möglichkeit zum Informationsaustauch wäre, wenn sich die Verantwortlichen des DJT Clubs – Landesgruppe Tirol – bei den Landesgruppen der anderen Bundesländer über deren Förderpraxis erschöpfend schlau machen und sich diesen Modellen der Prüfungsförderung anschließen würden. Landesjagdverbände, Landesjagdschutzvereine und Landes-Jagdgebrauchshundeclubs geben sicher gerne Auskünfte.

 

Es ist alles nicht so schlimm, so lange es Bereitschaft gibt fehlgebildete Förderabwicklungen zu sanieren. Schlimm ist es, wenn die Verantwortlichen dazu keine Bereitschaft zeigen.

 

Sollte jedoch der Jagdgebrauchshundeverein ein vollständiges Ausbildungsprogramm, als Vorbereitung für die jeweiligen Prüfungen, vorstellen und das auch für die Hundeführer selbst durchführen, ist dafür vom teilnehmenden Hundeführer eine entsprechende Ausbildungskursgebühr zu entrichten.

 

Im Übrigen wäre es dem Jagdgebrauchshundeführer zu überlassen, ob er eine ihm zurecht zugewiesene Leistungsprüfungsförderung selbst behält oder sie dem Jagdgebrauchshundeverein spendiert.

 

Nun steht Weihnachten vor der Tür, es wäre eine nette Geste des Verantwortungsbewusstseins, die Leistungsförderung umzusetzen.

Prüfungs-Leistungsförderung für die Jagdgebrauchshundeführer!!


Waidmannsdank und Hö-Rüd-Ho

 

Auf keinen Fall darf eine Prüfungs-Leistungsförderung der erfolgreichen Jagdgebrauchshundeführer für die Erfordernisse des Jagdgebrauchshundeclubs  herangezogen werden. Es ist auch in den Clubsatzungen so nicht vorgesehen. (Tirol ist anders) – Irrtum vorbehalten.

 

Es hat sich was getan - siehe der Osterhase

Beiträge zu diesem Thema in „objektiver“ Auslegung sind erwünscht!

 

 

Mehr dazu nach Einlangen weiterer Informationen

 

Mit besten Grüßen – Ho-Rüd-Ho

 

Siedler Josef – Züchter und Führer von Deutschen Jagdterriern