Ausbildung - Welpenprägung

Meiner Meinung nach sind die ersten Wochen eines Hundes entscheidend für sein weiteres Leben. Deshalb ist es wichtig diese Zeit zu nutzen und positive Eigenschaften zu fördern.

Nach den ersten zwei Lebenswochen des Welpen öffnen sich die Augen und die Aktivitäten steigern sich enorm. Es gilt nun den Welpen mit zukünftigen "alltäglichen" Dingen vertraut zu machen.

 

Ich bereite die Hund wie folgt vor: wenn sie ihren Schlafplatz verlassen, haben sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten andere Plätze zu erreichen:

 

1) durch Wasser (kein tiefes Wasser) - ab der sechsten Lebenswoche

2) durch eine Röhre (nicht allzulang)

3) ohne jegliche Hindernisse

 

Dadurch können die Welpen prinzipiell wählen wie sie ihren Schlafplatz lieber verlassen. Für die Ausbildung wird natürlich der Weg "ohne Hindernisse" versperrt.

Ganz wichtig für Welpen ist es, dass sie nicht in Isolation aufwachsen, sondern in der Gruppe und in der Familie. Dadurch werden soziale Charakterzüge verstärkt und das Lernen in der Gruppe geht leichter von der Hand.

Es ist dies sehr deutlich ersichtlich, wenn ich den "Wasserausgang" das erste Mal ein wenig fülle (siehe Foto) und die Welpen nur mehr diesen Ausgang zur Verfügung haben. Sobald der erste den Schritt durch das Wasser gewagt hat, folgen die restlichen Welpen wie von selbst. Der erste Schritt ist gemacht - jedes weitere durchqueren des Wassers wird in weiterer Folge immer selbstverständlicher.

Das gleiche Prinzip wende ich bei der Röhre an.

Für ganz wichtig halte ich auch eine Frühprägung an das zukünftig zu bejagende Wild. Unter Zuhilfenahme eines Fuchsdummys erfolgt eine spielerische Prägung. Und auch hier lernen die Welpen voneinander und von der Mutter bzw. Vater.

 

Wichtig bei jeglicher Art von Prägung/Ausbildung ist, dass diese spielerisch erfolgt. Es darf in den ersten Wochen und auch später nicht zu lange an einem Stück mit den Hunden gearbeitet werden - kürzere mehrmalige Einheiten sind meiner Erfahrung nach besser.

Bei Schülern, egal welcher Art ist eines gleich; es gibt Tage da lernt es sich besser und Tage da lernt es sich schlechter, deshalb ist es wichtig das spielerische Lernen zu fördern und niemals Zwang auszuüben. Zwang verdirbt das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer.

 

Ganz wichtig ist immer eine Belohnung bei richtig absolvierter Lektion - niemals eine Bestrafung bei falsch absolvierter Lektion - nicht belohnt ist genug gestraft. Wird dieser Grundsatz befolgt, wird der Hund normalerweise alle Aufgaben mit Freude erfüllen.

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