Die Zeit der Anlagen- und Jagdgebrauchsprüfungen der Deutschen Jagdterrier

Anlagenprüfung Max von der Nordkette

Ein gutes Jahr ist vergangen und nun ist wieder die Zeit der Befähigungsprüfungen für unsere jungen Deutschen Jagdterrier. Damit die Jagdhunde am Jagdgeschehen und Jagdhilfe auch teilnehmen können, ist es erforderlich eine gediegene Ausbildung und erfolgreiche Prüfungen vorher abzuleisten um ein guter Jagdgebrauchshund zu werden. Dazu gehören die nachstehenden Disziplinen für den jagdlichen Gebrauch.

Keine Hunde ohne Jagdbefähigungsprüfung sollten bei der Jagdausübung teilnehmen!

 

Feststellung einer absoluten Schussfestigkeit
Allgemeines Verhalten und Disziplin ohne besondere Aggression
Spurlaut, Spurtreue, Spursicherheit, Führigkeit auf der Fuchs- oder Hasenspur, ist schon in der abgelaufenen Winterjagdzeit gemacht.

 

Die Nase: Das Auffinden eine Fuchs- oder Hasenspur, sie aufzunehmen und mit gut hörbarem Laut im Sichtbereich der Leistungsrichter, etwa 400m und mehr arbeiten. Das Zurückkommen zum Führer zeugt von besonderer Verbundenheit und Führigkeit.


Nachsuchearbeit auf der Verwundspur eines verletzten Wildtieres aufgrund von Verkehrsunfall oder missglücktem Jagdverlauf in unterschiedlichen , nach Erfordernis verlaufenden Nachsuchestrecken bis mehrere Kilometer. Die Nachsuche auf der kalten Verwundspur erfolgt absolut ohne Laut (Spurlaut)  nach Auffinden, aber noch nicht verendet, oder verendet, beginnt Standlaut oder eine Hatz bis zum Stellen des Wildes und dem Abschuss des Wildes.Waidmannsheil

 

Wassereignung ist für den Prüfungshund freies, ohne Druck annehmen einer größeren Wasserfläche und abschwimmen einer größeren Schwimmstrecke ist Wasserpassion. Des Weiteren ist das Absuchen am Ufer und Stöbern im Schilf für das Auffinden von im Schilf verweilenden bejagbaren Wasservögel wichtig. Das Ausarbeiten einer Schwimmspur ohne Sicht auf die flüchtende Ente oder ein im Ufer verweilender Wasservogel, der nach Stöberbeunruhigung das Versteck verlässt und auf die freie Wasserfläche schwimmt und das nächste Versteck aufsucht um in Sicherheit zu sein.

 

Die Raubwildjagdeignung (Fuchs, Dachs und Steinmarder) wird im Zuge der Jagdausübung im Winter oder der genehmigten Bejagungszeit gemacht. Der Prüfungshund schlieft in den befahrenen (bewohnten) Bau, der absolut dunkel ist und sehr lange und verzweigte  Bauröhren hat und sehr eng aber mit Raubwildwitterung versehen ist; bis zum Ruhekessel (Schlafmulde) verbellt und attackiert der Prüfungshund den Räuber bis dieser durch die Fluchtröhre dem Bauhund entwischt und das Weite sucht und somit erlegt werden kann.

 

Das Herausziehen vom toten Fuchs, der wieder in den Bau eingeschlieft (kein Fehler -  das ist so) und dort verendet ist.

 

Mit großer Passion schlieft der Bauhund in den Bau, packt den verendeten Räuber und zieht ihn aus dem Bau, oft auch viele Meter.
Mit großer Freude für die Jäger greift der Bauhund die Beute und schüttelt kräftig, zieht und greift wiederholt. Dies machen zu dürfen ist der besondere Lohn für die gelungene Bau-Jagd-Arbeit des Bauhundes.

 

Dass bei jeder Hauptjagddisziplin auch auf die Begleitverhalten besonders geachtet wird, zeigt die hohe Präferenz und exakten Arbeitswillen und besondere Jagdeignung.

 

Ein besonders großes Lob für eine erfolgreich abgeführte Jagdgebrauchsprüfung für den Hundeführer und besonders seinen Begleiter und Jagdhelfer (DJT).

 

Auch die Schwarzwildjagdeignung ist im Zuge der jagdlichen Vervollkommnung eines Deutschen Jagdterriers eine der schwierigsten Jagdeignungen für den keinen, sehr mutigen und wendigen Kämpfer, der immer das Schwarzwild bedrängt und in Bewegung bringt und hält und damit bejagbar macht.
Hier gilt das möglichst schnelle Auffinden mit Jagdlaut zu attackieren und mit Jagd- bzw. Spurlaut in Bewegung zu halten bis eine Erlegung des Wildes möglich ist.

 

Eine zu aggressive Bejagung vom Jagdgebrauchshund ist nicht erwünscht!