Augenmerk auf Haarraubwild

Wenn wir Jäger an die kalten, winterlichen, mondhellen Jagdansitznächte, Stöberjagden auf Raubwild zurückdenken, so ist manches Erlebnis hautnah in Erinnerung. Als der schlaue Fuchs einmal nur kurz ins Freie, aus dem dunklen Wald schnürte, bevor der alles entscheidende Schuß brach, er schon wieder im Dunkel des Waldes verschwand, oder war es im Licht-Schatten zu dunkel, um einen sicheren Schuss abzugeben, die Entfernung zu weit.

Diese und noch andere Erlebnisse auf den schlauen „Roten“ sind Anlass am Grillfeuer bei einem kleinen Bier oder einem Glas Rotwein, Speck vom Wildschwein, Käse von der Heumilch und diverse Gemüsesachen aus der BIO-Produktion, wie es für den Jäger passt, über die vielen, von jedem ein paar Jagdgeschichten erzählt zu bekommen.

Räudefuchs
Räudefuchs

Ein netter, erzählfreudiger Abend an dem die Zeit wie im Flug vergeht, bringt die Raubwildjagd zurück zum Abendjägerplausch, der gesellig und abwechslungsreich verläuft.

Nicht zu vergessen sind eher aber die das Raubwild begleitenden Krankheitsbilder wie Räude, Stauppe oder Tollwut, die wichtigsten und parasitären Befallserkrankungen; ganz besonders gefährlich der Fuchsbandwurm.

Tessi zieht Räudefuchs aus Bau
Tessi zieht Räudefuchs aus Bau

Die befallenen Tiere erleiden immens große Qualen bis sie letztendlich durch die Befallserkrankung irgendwo verenden.

Die Erkrankungen; Räude und Stauppe treten immer wieder als Seuchenstrich auf bis zu einer drastischen Reduktion der Population. Eine totale Verdünnung des Bestandes ist die Folge und wird auch dadurch wahrgenommen, dass kaum mehr Tiere in Anblick kommen.

 

Von den Jägern ist im Besonderen darauf zu achten ob infiziertes oder befallenes Raubwild in Anblick kommt, dass es erlegt werden muss, um eine Verbreitung möglicherweise zu verhindern.

Tirol ist zur Zeit frei von Tollwut – eine absolut tödliche Infektionskrankheit; ebenso tödlich ist eine Ansteckung mit Fuchsbandwurm. Vorsicht ist immer angesagt. Jedes Tier aber auch der Mensch kann betroffen werden. Es gilt ganz besonders darauf zu achten.

Im Besonderen können unsere braven Jagdhelfer, die Jagdgebrauchshunde mit Tollwut belasteten Raubwild Bekanntschaft machen.

Es ist nach jedem jagdlichen Einsatz der Jagdgebrauchshund auf Biss oder andere Verletzungen zu kontrollieren um entsprechende Behandlungen vornehmen zu können.

Aus den Erfahrungen von jedem Jagdgebrauchshundeführer weiss man, was alles passieren kann und es ist alles zu unternehmen um unseren braven, mutigen Jagdbegleiter das Leben zu erhalten, denn ohne ihn sind wir in vielen Bemühungen der jagd hilflos.

 

Man möge stets daran denken

 

Waidmannsheil – HO-RÜD_HO

Euer Josef Siedler – DJT von der Norkette

 

 

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