Gedanken zur Bewertung der verschiedenen Jagdgebrauchshunde im jagdlichen Einsatz

Dani von der Nordkette bei Rehbock
Dani von der Nordkette bei Rehbock

Wenn auch die Nachsuche auf verletztes Wild, wenn erforderlich, eine ganz wichtige Angelegenheit ist, so darf es nicht sein, dass die Führer von diesen „Spezialisten“ Jagdgebrauchshunden mit besonderer Eignung für Nachsuche, wenn erforderlich, Hatz bzw. verbellen des gefundenen Stückes, oder verweisen nach finden, zurückkommen zum JGH-Führer mit Bringslverweisung oder Verweisartikulation, wobei das „Verstehen“ des Jagdgebrauchshundes-Nachsuchespezialisten unbedingt erforderlich ist. Das ist Spezialistenarbeit!

 

Dass diese Jagdgebrauchshundeführer-Funktionäre und Jagdvertreter glauben, dass nur das vorgenannte bei der Jagd wichtig ist, was man von der Förder- und Beihilfephilosophie ableiten kann ist ein riesiger Irrtum und führt zur Verarmung der Jagdausübung und Tradition!

 

Wenn auch beliebt, so ist wichtig und richtig, dass es neben Kaiserschmarren auch andere Köstlichkeiten gibt.

 

Bei den neun geförderten Jagdgebrauchshundeclubs ist eine große Vielfalt an Jagdpraktiken dieser Jagdgebrauchshunde möglich und soll auch mit bestens dafür geeigneten, ausgebildeten und geführten Jagdhelfern durchgeführt werden.

Die Wertung, zu sehr auf die Nachsuche hin und Vernachlässigung der anderen Jagdpraktiken mit Jagdgebrauchshunden mit bester Eignung für Stöbern, Spurtreue, Spursicherheit und besonders SPURLAUT, Jagd auf Fuchs, Hase u.a.
Stöbern im Wasserschilf auf der Schwimmspur der bejagbaren Wasservögel, suchen im Wasser des im Flug beschossenen Flugwildes und apportieren aus dem Wasser zum Jagdgebrauchshundeführer und abgeben.

 

Besonders wichtig ist die Bodenjagd – Baujagd mit den dafür geeigneten Jagdgebrauchshundevertretern, die Bauhunde; der Dachshund “Dackel“ und der besonders umtriebige Deutsche Jagdterrier.

 

Hier wird der Fuchs mit solider Hartnäckigkeit mit dem Bauhund aus dem Bau bzw. Kunstbau gesprengt, wobei dazu große Kenntnis und Disziplin der Baujäger erforderlich ist. Auch die Jagd auf Schwarzwild wird immer wichtiger und erfordert dazu geeignete und ausgebildete Jagdgebrauchshunde, wobei der Deutsche Jagdterrier hier der Spitzenreiter ist.

 

Conny von der Nordkette beim Apportieren
Conny von der Nordkette beim Apportieren

Eine perfekte Schussleistung ist Voraussetzung für Erfolg und Beute und ist neben der Faszination ein Erfolg für die vielen Beutetiere von Fuchs, Dachs und Marder. Das Verschwinden der früheren Hasendichten dürfte auf eine zu hohe Raubwilddichte schließen lassen.

Aber nicht zu vergessen ist die Nachsuchearbeit auf verletztes Wild aus Jagd- bzw. Verkehrsereignissen.

Das Suchen und Finden ist das A und O der Nachsuche und wird von allen Tiroler Jagdgebrauchshunden hervorragend bewältigt.

Eine Meinung für die JGH-Führer für die Vielfalt der Jagdausübung.

 

Die Tiroler Jägerschaft erfreut sich meiner Meinung nach über ein hervorragendes Jagdgebrauchshundeangebot.

 

1) Schweißhunde - Nachsuchespezialisten

2) Brackierhunde: - Spurlaut jagende und Nachsuchehunde

3)Stöberhunde: - Stöber, Spurlaut, Nachsuche und Wasser jagende Hunde

4)Erdhunde: - Baujäger-Fuchs, Dachs, Steinmarder -, Stöber und Spurlaut - Hase und Fuchs-, besonderes Prädikat die Schwarzwildjagd, Nachsuche auf krankes bzw. verletzes Wild und Wasserjagd auf bejagbare Wasservögel und apportieren aus tiefem Wasser

 

Jeder dieser Jagdgebrauchshunde übt vorrangig ein veranlagtes Jagdfachgebiet hervorragend aus.

 

Für die Förderwürdigkeit ist eine erfolgreiche Anlagenprüfung und die der Rasse entsprechende Jagdeignungsprüfung erforderlich z.B. DJT Baueignungsprüfung auf Raubwild.

 

Es wäre undenkbar, würde ein Schweißhund/Nachsuchehund neben seiner Spezialeignung eine Bauarbeit oder eine Wasser-Stöber oder Apportierarbeit oder vieles andere mehr leisten müssen.

 

Josef Siedler – JGH Führer

 

 

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