Überlegungen zur Schaffung der Raubwildbejagung und Unterbodenbaujagd Organisation

mit Bauhunden (Deutscher Jagdterrier und Dachshund)

 

Allseits in Jägerkreisen ist bekannt und geschätzt, dass der Deutsche Jagdterrier und der Dachshund (Dackel) nach entsprechender Ausbildung und Prüfung auf Raubwildjagd und Raubwildbaujagd hervorragende Helferarbeit leisten, besonders zur Regulierung des Raubwildes; zum Schutz der Friedwildarten-Harr- und Federwild.

Bei vielen Jägern und Jungjägern ist die nächtliche Ansitzjagd bei Mondschein und Kälte eine spannende Methode den schlauen Rotrock mit dem besonders sensiblen Gehör und Wundernase (mit lautlosem hantieren mit der Feuerwaffe) den nächtlichen Ranzer oder Beutesucher auf die Strecke zu bringen.

Die vielen Ansitzstunden dürfen dabei keine Rolle spielen; es ist Jagdpassion. Die Überlegung, ergänzend zur Ansitzwinter Raubwildjagd ist, eine gut organisierte Raubwildbaujagd mit bestens dazu augebildeten Deutsch Jagdterrier und Dachshund eine effiziente Möglichkeit am Tag, bei geeigneter Witterung, gut geschulte Standjäger mit professioneller Schussfertigkeit, ruhigem Standvermögen und was besonders wichtig ist, keine Schussnervosität, es ist wichtig, dass das vom Bauhund aus dem Bau gesprengte Raubwild keine Bewegung vor dem Bau wahrnimmt und einige Meter vom Bauausgang (ca. 5m) entfernt beschossen wird. Perfekte Schusssicherheit garantiert eine erfolgreiche Baujagd.

Es wäre wichtig, dass der Jagdaufseher und die Jäger in den Jagdrevieren nach vorhandenen Raubwildbauten Ausschau halten, sie registrieren und dann mit dem Bauhundeführer eine Kontrollbegehung machen.

Naturbaue werden dann mit den Bau-Erdhunden bejagd wenn eine Bauhunderettung-Grabung gemacht werden könnte, wenn es dem Bauhund nicht mehr möglich ist aus dem oft sehr verwinkelten  und engen Bauröhren nur mehr rückwärts aus dem Bau zu kommen.

Zusätzlich zu den Naturbauten ist der Einbau von künstlichen Raubwildbauten in den Revieren von großer Bedeutung; diese müssen dort positioniert sein, wo das Raubwild seine Gänge hat, wo geeignetes Schussfeld ist und abseits von Gehwegen. Der Revierkunstbau ist eine Reviereinrichtung, die vom Raubwild gerne angenommen wird und bei der Bejagung mit einem gut ausgebildeten und eingearbeiteten Bauhund relativ schnell und ohne Gefährdung für den Bauhund abläuft.

Damit dies aber gut funktioniert, ist es notwendig, dass die zwei bis vier Jäger, je nach Revierbeschaffenheit, gut aufgestellt sind, absolut ruhig den Schützenstand aufsuchen und bewegungslos wie ein Baum oberhalb oder hinter der Bauanlage (Ausgang) stehen; Windbewegungen sind unbedingt zu beachten. Wenn nun Baulaut vom Hund vernommen wird, kann es jeden Moment zum Abgang des Raubwildes kommen. Der gut gezielte Schuss fällt, wenn das Raubwild 4-5m vom Bauausgang entfernt flüchtet. Unbedingt zu beachten ist, dass der Bauhund oft sehr schnell nachkommt.

Aufgrund von übermäßiger Schussnervosität einen Bauhund zu erlegen wäre das schlimmste Baujagdende. Das wünsche ich keinem Baujäger!

Mögliche Baubewohner sind vor allem der schlaue Fuchs, der Tagschläfer Grimbart-Dachs, oder auch der Steinmarder.

Es ist auch möglich, dass beschossenes Raubwild verletzt wieder in den Bau flüchtet. Nun ist es wichtig, dass der gut ausgebildete, nun kompromisslose Bauhund dem Verletzten folgt,  ihn entschlossen mit Kehl- oder Brustgriff so packt, dass ein schnelles Lebensende sichergestellt ist.

Verletztes Raubwild ist besonders gefährlich; es will seine Haut und sein Leben nicht so ohne weiteres aufgeben. Der Bauhund zieht das verendete Raubwild aus dem Bau. Für die Bejagung von Raubwild sind unbedingt die offiziellen Schonzeiten und die moralische Schonzeit (Aufzucht und versorgungsnotwendige Entwicklungszeit) einzuhalten.

Eine gezielte und verantwortungsvolle Raubwildregulierung ist besonders wichtig für alle Friedwildarten.; besonders alle Raufußhühner in der Balz-Brut und Aufzuchtzeit; auch am Ufer von Wasserläufen brütende Wasservögel, auch Rehkitze in den ersten Lebenswochen, obwohl sie gut behütet von der Mutter großen Schutz genießen sind Raubfälle möglich.

Ein ganz besonderer Aspekt für eine gezielte Raubwildregulierung ist wohl der Schutz der Bevölkerung-Waldbesucher und Jäger sowie auch sich freibewegende Haustiere, besonders Hunde und Katzen, die von infizierten Raubwild angesteckt werden können und die Krankheiten weitertragen auf andere Menschen und Tiere.