Erdhundestation: Thema Baujagd

Hallo Freunde der DJT von der Nordkette!

 

Die schon längere Zeit immer wieder diskutierte Baujagdorganisation, nach dem Muster der Nachsuchestation vom TJV, zur Bejagung des Raubwildes unter der Erde und bei Stöberjagd sowie auch Teilnahme bei Stöber- und Drückjagden auf Schwarzwild, kommen wir in die nächste Phase der Entwicklung dieser Organisationsphilosophie.

Es geht darum, alle Jagdgebrauchshundeführer, die einen für diese Jagdmethoden geeigneten Jagdgebrauchshund führen und Interesse zu dieser Jagdentwicklung mit Jagdgebrauchshunden haben, alle zu erfassen und weitere Gespräche zu führen. In Frage kommen, so denke ich, die beiden kleinen Jagdgebrauchshunderassen, der DJT und der Dachshund (Daggel) mit erfolgreich abgelegter Jagdgebrauchsprüfung.

Ich möchte Euch einladen an dieser Jagdphilosophie tatkräftig mitzuarbeiten um mit unseren überaus arbeitswilligen Jagdhelfen in Zukunft Jagdfelder zu erschließen, die wie es scheint, beinahe eingeschlafen sind.

Es wird auch notwendig sein, eine finanzielle Absicherung zu schaffen, durch einen kleinen jährlichen Beitrag und Unterstützung durch verständige Förderer.

Ein Einblick über das Gedankenbild soll Euch der Abdruck auf meiner Homepage geben.

 

hp: www.djt-vondernordkette.at

email: j.siedler@aon.at

 

Ziel soll sein alle wehrlosen,jungen und kleinen Beutetiere (Hase, Ente, alle Raufußhühnerarten, etc.) in unseren Wiesen, Wäldern und Hochlagen (Murmeltiere, Reh- und Steinwildkitz und viele andere) durch eine gewissenhafte Regulierung (wie vorher genannte Bejagung) der Räuber zu schützen.

 

Lebensraumverbesserung ist nur ein Schuh - der zweite Schuh ist die Raubwildregulierung.

Mit einem Schuh ist der Gang ins Revier beschwerlich, oft auch sinnlos.

 

Als Zeichen deiner Zustimmung und Teilnahme an dieser wichtigen Sache erwarte ich in absehbarer Zeit (bis 01.08.2016) Nachricht und eventuell Vorschläge und Namen von Freunden für die Unterbodenraubwildjagd und Schadwildregulierung (Sau).

 

Wer dabei ist hilft

 

Es grüßt Euch Euer um das Gelingen dieser Sache bemühte

 

Josef Siedler - DJT von der Nordkette

 

Fortsetzung....

 

"JA", sagst du lieber Franz, "diese Raubwildbaujagdorganisation ist eine gute Idee" ....

 

Franz ich danke dir für deine überzeugte und erfrischende Rückantwort.

Franz ist ein Jäger und Jagdpächter, er ist verantwortlich für ein Revier vom Talboden bis hoch hinauf über die Baumgrenze, mit allen Wildarten die es in Tirol zum Jagern gibt.

Er weiss wovon er spricht, er hat schon viele Wildtiertragödien miterlebt, besonders bei den "Raubfußhühnern", Reh- und Gamskitzen und viele andere mehr.

 

Franz ist kein Greenhorn - er respektiert den natürlichen Ablauf - der Starke packt den Schwachen usw. "Die Jäger sollen ihre Aufgabe/Pflicht erfüllen"

 

Schon in jungen Jahren im vorigen Jahrhundert, Ende der Fünfziger, konnte ich auch bei meinem Lehrherrn und bei seinen jagdpassionierten Brüdern die erfolgreiche Raubwildbaujagd erleben.

Nun zurück zum oben erwähnten wichtigen Thema - die Wichtigkeit der Raubwildregulierung.

 

Fuchs mit Raubbeutekitz
Fuchs mit Raubbeutekitz

 

Die Auswirkung von zuviel der Räuber auf die genannten Jungtiere, die der Flucht noch nicht fähig sind und in der vermeintlich sicheren Deckung liegen.

Das ist natürlich erst die Halbe Wahrheit.

 

Räudefuchs - verendet im Wald aufgefunden
Räudefuchs - verendet im Wald aufgefunden

 

 

Denken wir auch an die parasitären, bakteriellen und anderen infektiösen Erkrankungen des Raubwildes. Die Befallsbelastungen durch Räude, Staupe, Tollwut (momentan frei), Fuchsbandwurm und andere.

 

Was uns die neuen Zuzügler, wie Waschbär und Marderhund, mitbringen und in unsere Tierwelt verbreiten, wissen wir noch nicht und kennen auch die Folgen noch nicht.

Wer schon einmal einen Tollwutfuchs gesehen, eine Räudefuchs, Dachs oder anderes erlegt hat, einen mit Staupe befallenen Räuber im Schuppen oder Garage entdeckt hat wird mit schaudern an den Anblick dieses durch Qualen verwirrte Tier denken.

Fuchs mit Junghasenbeute
Fuchs mit Junghasenbeute

Dass beim mit Bandwurm befallenen Fuchs keine äußerlich erkennbaren Erkrankungszeichen zu erblicken sind, macht die Sache gefährlich. Der Befall ist für das Wirtstier, Fuchs, nicht lebensgefährdend, aber der Mensch, Haustiere und alle kontaktierten Tiere sind durch diesen Gliederwurm in höchstem Maß in Lebensgefahr.

Verzehr von Waldbeeren: Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeere, Erdbeere, Preiselbeere sind die Wichtigsten, aber auch Pilze und Schwammerl können mit ausgeschiedenen Gliedmaßen des Bandwurmes verunreinigt sein.

Beim Verzehr von ungereinigten Waldfrüchten kann eine Ansteckung mit dem nicht wahrnehmbaren Parasiten, Fuchsbandwurm, passieren und die Tragödie beginnt. 

Zu hohe Dichten an diversem Raubwild erhöht die Gefahr der Verbreitung und Ansteckung von gefährlichen Erkrankungen bei Waldbesuchern: Waldarbeiter, Förster und Jäger, Pilz- und Beerensucher, Radlfahrer und Wanderer; besonders freilaufende Hunde, Katzen und andere Haustiere. Die Qualen der infizierten Lebewesen bis zu ihrem Tod und viele andere Gründe ist Pflicht genug für die Raubwildregulierung.

 

Gerade deswegen ist die Regulierung des Raubwildes ganz vorne in die Reihe der wichtigsten Pflichten des Jägers anzuordnen

 

Die Varianten der Raubwildregulierung sind vielfältig:

So sind für Bettflüchter die nächtliche, kalte Ansitzjagd eine Möglichkeit zur Triebabkühlung.

Stöberjagd mit laut jagenden Jagdgebrauchshunden ist eine sehr effiziente Möglichkeit, Raubwild zu strecken.

 

Jagdterrierwelpen im aufgestelleten Kunstbau
Jagdterrierwelpen im aufgestelleten Kunstbau

 

Aber wer die Nacht gerne im warmen Bett in vergnügter Zweisamkeit verbringt, kann am Tag mit bestens ausgebildeten Baujagdgebrauchshunden, den DJT oder dem Dachshund (Daggel) die Raubwildjagd ausüben.

 

Die Raubwildbaujagdmöglichkeiten sind:

Raubwildjagdbeute
Raubwildjagdbeute

der geeignete Naturbau  (Fuchs oder Dachsbau), wobei der Fuchs springt, der Jäger schießt. Der Dachs wird wohl meistens nach Bindung und Laut durch den Bauhund mit Schaufel, Pickel und auch Säge und Schere für Wurzeln von seiner misslichen Lage befreit werden müssen.

Dass der Bauhund immer mit einem elektronischen Ortungsgerät ausgestattet ist um zu wissen, wo der kleine Kämpfer sich im Bau befindet, ist immer ganz wichtig.

"NIE OHNE". So kann man den Bauhund auch finden und retten, wenn es schwierig wird.

Die Anschaffung von Rettungs- Ortungsgeräten, Grabewerkzeuge aller gängigen Art, Kunstbauanlagen für Fuchs und Dachs, zweiröhrig -Einschlief- und Fluchtröhre, medizinische Erste Hilfe Ausrüstung ist erforderlich.

Das ist eine kleine Auflistung vom Ablauf der Raubwildregulierung, Schutz für Jungtiere und Ansteckungsminimierung von Infektionskrankheiten.

 

Mit der Hoffnung auf konstruktive Entwicklung dieser guten Idee

mit Waidmannsgruß und um das Gelingen dieser Sache bemühter

 

Josef Siedler - DJT von der Nordkette

 

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