Waidmannsheil und HO-RÜD-HO

Auch dieses Frühjahr wurden die Bezirksjagdtrophäenschauen veranstaltet, eine verpflichtende Aufgabe der Jägerschaft. Der TJV forciert und unterstützt diese großartige Zurschaustellung der Jagdtrophäen, die von den Jägern in unermüdlichen Versuchen erlegt wurden, um den behördlichen Auflagen und Aufgaben gerecht zu werden. Die Trophäen sind der Lohn der Jagd, der unzähligen Stunden der Pirsch, der Ansitze und Mühen.

 

Im Winter die Wildtiere vor Hunger zu schützen, mit großer Verantwortung die vielen Futterstellen zu bestücken und zu versorgen ist eine zentrale Aufgabe. Bestes Bergmahdheu, Maissillage und diverses Kornmischfutter werden zu den Futterstellen transportiert um den Erfordernissen zu entsprechen, je nach Wildstand und Wildarten, in notwendigen Mengen im Winter täglich vorzulegen. Auch Feucht- Nassfutter muss dabei sein, denn im Winter bei grosser Kälte sind Gewässer vom großen Schnee zugedeckt bzw. zugefroren. Dazu gibt es Apfeltrester, Rüben aller Art und anderes - immer in gezielten Mengen vorzulegen. Ganzjährig sind auch Salzlecken zu bestücken.

 

Zurück zu den jagdlichen Wildtierentnahmen aus den tiroler Jagdrevieren, würden wohl einige Wildtiere im Wald verkommen, hätten die Jäger nicht die bestens geführten Jagdgebrauchshunde, mit guter Ausbildung für Nachsuche auf verletzes Wild. Dazu leistet die hochgeschätzte, gut organisierte Nachsuchestation mit Nachsuchegebrauchshundespezialisten gute und wichtige Arbeit. Ich möchte aber die vielen anderen Jagdgebrauchshunde der vom TJV geförderten Rassen die auch im Zuge der Jagdgebrauchsprüfung auf Nachsuche geprüft wurden und im täglich jagdlichen Einsatz stehen, als Jagdbegleiter, Stöberer, Brackierer, Wasserarbeiter und vieles andere nicht vergessen. Auch diese Jagdgebrauchshunde und Jagdgebrauchshundeführer leisten großartige Arbeit im Nachsuchedienst - mit Erfolg.

 

Die Nachsuche auf verletztes Wild, vom Jagdablauf oder verletztes von Verkehrsunfällen ist eine jagdergänzende wichtige Jagdgebrauchshundearbeit, so ist es möglich das kostbare Wildbret vor verderb zu schützen. Die Tröphäe ist der symbolische Lohn des Jägers.

 

Als Jagdvollgebrauchshundeführer und Züchter von solchen, den Deutschen Jagdterrier, möchte ich auf die Vielfalt der jagdlichen Disziplinen die diese Jagdvollgebrauchshunderasse im jagdlichen Alltag leistet hinweisen. Ganz besonders aber auf die Eignung zur Regulierung von bejagbaren Raubwild, das als Kulturfolger überall anzutreffen ist. Es besiedelt den gesamten Lebensraum des Menschen. Bei den diesjährigen Bezirkstrophäenschauen wurde als vorkehrende und informative Maßnahme vom TJV, zur Erkundung auf infizierte Waldbesucher und Jäger, eine freiwillige Blutabnahmeaktion bei den Besuchern der Jagdveranstaltungen von einer spezialisierten Ärztin durchgeführt. Die Ergebnisse der Auswertungen geben sicher Anlass zum Nachdenken - Auskünfte dazu erteilt sicher der TJV.

 

Zur Regulierung der Raubwildpopulationen, durch die eine Ansteckung möglich ist, werden die bestrens auf Unterbodenbaujagd ausgebildeten Erdhunde der Dachshund und der Deutsche Jagdterrier eingesetzt, und leisten für die Volksgesundheit unverzichtbare, wichtige, Arbeit. Dazu kommen nur kleine Jagdgebrauchshunde zum Einsatz, denen es möglich ist die Bauröhren vom Raubwild zu beschliefen, ohne Scheu zu suchen, zu finden und zu verbellen, sodass das Raubwild seinen vermeintlich sicheren Ruhewplatz verlässt und erlegt werden kann.

 

Zur Eignung auf die Baujagd der Erdhunde ist eine langwierige gezielte Ausbildung erforderlich. Nicht jeder hat die genetischen Eignungen MUT, NASE, FINDERWILLE, BAULAUT, AUSDAUER und HÄRTE. Man bedenke wo der jagdliche Arbeitsplatz des Bau-Jagdgebrauchhundes ist.

Es ist auch bekannt dass das Raubwild sehr wehrhaft ist und auch beissen kann!

Dass der Baujagdgebrauchshund, Dackel und Jagdterrier, für alle restlichen Jagdgebrauchserfordernisse wie Nachsuche auf verletztes Wild, Stöbern und Arbeiten auf der Schwimmspur, Stöbern und Spurlaut jagen von Raubwild, Schwarzwild und Niederwild sowie als Begleithund seine unersetzbaren Dienste leistet.

 

Die Ergebnisse bei erschwerten Nachsucheprüfungen ergeben, dass Erdhunde der beiden kleinen Baujagdgebrauchshunde-Rassen durchaus in der Lage sind mit den Spezialhunderassen mitzuhalten.

All diese bisher erlebten Erkenntnisse und Erlebnisse mit den Bauhunden, Ausbildungsmaßnahmen und taktischen Verbesserungen ganz besonders aber der Dienst zur Volksgesundheit, die Ansteckungsgefahr durch das Raubwild FUCHSBANDWURM, TOLLWUT, STAUPE, RAÜDE und andere nicht zu vergessen die GEFÄHRDUNG VON MENSCH UND HAUSTIEREN, sind Gesprächsthemen der Jagdgebrauchshundeführenden Jäger von der Nordkettenstammtischrunde.

 

Die DJT von der Nordkette Stammtischbewegung bespricht und diskutiert all die wichtigen Jagd, Jagdgebrauchshunde und Führerangelegenheiten und im Speziellen Raubwildbaujagdpraxis und entdeckt immer wieder neue wichtige Ideen und Empfindungen. Ein emotional wichtiges Thema dabei ist, und dies wird immer wieder zeitfüllend behandelt, die Gründung einer Raubwild und Schadwildregulierungsbaujagdgebrauchshundebewegung(STATION). Im Sinne der Nachsuchestationen, die anerkannt und mit Erfolg betrieben werden.

 

Zur Baujagdgebrauchshundebewegung können natürlich nur auf diese Jagdmethode gut ausgebildete und geprüfte Jagdgebrauchshunde teilnehmen.

Diese Sache muss sehr behutsam und durchdacht angegangen werden; es wäre eine interne Baujagdvorbereitung und Schulung für Baujäger empfehlenswert, so dass mit grosser Kenntnis diese Jagd ausgeübt werden kann.

 

Zum Ausbilden der Bauhunde und vervollkommnen der Eignung auf eine effiziente Baujagd ist eine entsprechende Fertigkeit der Bauhunde erforderlich:

  • Eine künstlich angelegte Bauröhre - 5m lang, 18cm breit und 20cm hoch und ein geeigneter Schlafplatz (Kessel) wird angefertigt.
  • Ein bei der Jagdausübung mit Schrotschuß erlegter Fuchs wird in die Röhre bis zum Schlafkessel gezogen, so ist für den Bauhund die Raubwildwitterung (Geruch) mit einer hochsensiblen Nase wahrnehmbar. Er schlieft und sucht den Räuber, findet und verbellt ihn, schließlich packt er ihn und zieht ihn aus der 5m langen Röhre; aus der Röhre gezogen packt und schüttelt ihn kräftig.
  • Das Verbellen und Herausziehen wird so lange geübt, bis der Baujagdgebrauchshund die erforderliche Baueignung beherrscht.

 

Wir hoffen auf eine erfolgversprechende Entwicklung dieser Idee, weiterhin viel Freude an der Jagd und Aufgaben, die dem Jäger auferlegt sind.

 

Weitere Gedanken zur Erdhundestation


Mit besten Grüssen, Waidmannsheil und HO-RÜD--HO

 

Josef Siedler - DJT von der Nordkette