Bei Auslandsjagd auf Schwarzwild mit dem Jagdgebrauchshund – Aujeszky’sche Krankheit

Aus aktuellem Anlass will ich Euch über die Möglichkeit einer Infektion mit der Aujeszky’sche Krankheit eines Jagdhundes auf einer Schwarzwildjagd in Ungarn oder in anderen östlichen Jagdländern informieren.

Wildschweine
Wildschweine

Als ich aus dem samstäglichen Mittagsschlaf gerissen wurde, war es ein Telefonanruf eines Südtiroler Freundes und Jagdterrierbesitzers von der Nordkette aus dem G-Wurf. Die nette kleine Rauhaarhündin war in der Familie bestens integriert, brachte beste jagdliche Leistungen – zur Zufriedenheit des Jagdgebrauchshundeführers und begleitete ihn auf jeden Pirschgang; gemeinsam genossen sie die Natur und die Jagd.

Tessi und Wildsau
Tessi und Wildsau

Vor wenigen Tagen war aber plötzlich alles anders. Der Jäger kam von einer Schwarzwildjagd im westlichen Ungarn zurück; im Gepäck den schweren, erlegten Keiler. Der kleine Jagdbegleiter, der diesmal zuhause bleiben musste, hat sich nach der überschwenglichen Begrüßung seines Herrn an den erlegten Schwarzkittel rangemacht und wie es so üblich ist daran gezerrt, gebissen und eventuell auch Körperflüssigkeiten geschleckt; vielleicht beim Zerwirken auch kleine Wildbretteile gefressen. Einige Tage später ging es dem Hund gar nicht gut, bis er schlussendlich trotz tierärztlicher Behandlung nach drei Tagen verendete.

Ein Informationsanruf bei mir mit ausführlichem Bericht über den tragischen Ablauf und Tod des Hundes kam mir gleich der Verdacht auf die heimtückische Krankheit; ich riet daher den Hund unbedingt auf die Aujeszky’sche Krankheit untersuchen zu lassen – Befund noch ausständig!

Anbei Informationen über diese Krankheit:

Informationen über die Aujeskysche Krankheit
Aujeszkysche_Krankheit_Netz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 54.1 KB

 

Josef Siedler - Züchter DJT von der Nordkette

 

zurück